Neuss Grevenbroicher Zeitung 12. April 2002

Barbecue on the Theater                  and Fireside Talks

Since 14 days there are now publicly recognized as charitable, this weekend they lead a delegation of their partner city Saint-Paul through Neuss. They have a  wide range of interests: The German-American Association. The German USA-fans have now  presented their plans.

On 28th April they went to the museum in Kommern, watching the presentation „The people of the   Rhineland conquer America“. Many events form part   of their program, such as e.g. the barbecue on 7th July, the final day of the Shakespeare festival at the Globe Theatre in Neuss, and a photo contest with the „Alte Post“ (a renowned cultural organisation) named      „24 hours in Neuss/24 hours in Saint-Paul“ which is to result in a picture book. Another big event was a Thanksgiving Dinner. Further projects are reading competitions for students as well as American movies and a family day with the football team „Neuss-Frogs“ and „Fireside Talks“ where topics like „holidays in the USA“ and „American Food“ are discussed. By the homepage address www.dagn.de a link between the countries was established. The association plans to load local news from Saint-Paul and Neuss in both languages into the internet

 

„We establish the association step by step and don’t  want to make giant projects from which we have to withdraw because we can’t realize them“, says  chairman Hans-Joachim Reich, local Christ   Democratic politician (CDU), who lived two years  close to New York, where his wife Dr. Doris Kuscheid-Reich was doing research at Yale. She is one of the leading members as well as Willie Loeffler who worked for the company Jagenberg at many places in the USA.

 

Reich’s counterpart, Rolf-Ingo Stolz, working in the   city hall, is part of the inner circle as well as Leon Sztabelski, manager of the Holiday Inn in Neuss,   where the first barbecue took place. „150 visitors and  25 new members“ was the result for the association   and their 60 members. The soccer game „USA-Germany“ was watched on a wide screen. One  of their biggest wishes is an American counterpart in   the USA. „If we succeed in finding one, we will be a   big step ahead“ – in the task of linking people.

 

To have American visitors during the Schuetzenfest is supposed to be just a first step. One of most    important goals is furthermore to support students   and to establish closer relationships between them. „At secondary schools exchanges are normal, by why shouldn’t a talented pupil of a primary school from a financially weaker family go to the USA for a couple   of weeks“, asks Reich, head of the Barbara School (elementary school). The possible programs range   from the preparation of the trips up to financial aid.    The feedback from the local politicians is very good  Mr. Groehe, member of parliament, and US general consul Harris promised their support. On the    occasion of the International Tourism fair in Berlin Minnesota’s governor Jesse Ventura expressed his upright satisfaction over the engagement showed by   the people from Neuss. Briefly: The association is generally accepted – let‘s now make something of it.

 

 

 

Barbecue am Theater und Gespräch am Kamin
 Seit 14 Tagen ist sie als gemeinnützig anerkannt,am Wochenende begleitet sie eine Delegation aus der Partnerstadt Saint-Paul durch Neuss, und auch sonst hat sie sich eine Menge vorgenommen: die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft. Die Neusser USA-Fans haben jetzt  ihre Pläne vorgelegt. Eine Fahrt am 28. April zum Freilichtmuseum Kommern, wo die Ausstellung "Rheinländer erobern Amerika" zu sehen ist, gehört
ebenso dazu wie ein großes Barbecue am Globe-Theater am 7. Juli, dem Schlusstag des Shakespeare-Festivals.   Ein Fotowettbewerb unter dem Leitwort "24 Stunden in Saint-Paul/ 24 Stunden in Neuss", der mit einem    Bildband enden soll und an dem sich auch das   Kulturforum Alte Post beteiligt, schließt den Kreis   ebenso wie das Thanksgiving-Dinner mit dem obligaten Truthahn am vierten November-Donnerstag.

 Lesewettbewerbe für Schüler sind ebenso angedacht   wie die Vorführung von Filmen im amerikanischen   Original in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule.   Ein Familientag beim American-Football-Team Neuss Frogs kann sich die Gesellschaft ebenso vorstellen wie    "Fireside Talks" (Kamingespräche) zu Themen wie  "Reisen in den USA" oder "Die amerikanische Küche".   Auf der Homepage www.dagn.de soll außerdem eine Brücke zwischen den Ländern geschlagen werden. Der Verein hat sich vorgenommen, Lokalnachrichten aus  Neuss und Saint-Paul zweisprachig ins Internet zu   setzen. "Wir etablieren die Gesellschaft Schritt für   Schritt, haben bisher nur Positives erlebt und wollen     uns nicht in riesige Dinge versteigen, von denen wir  hinterher zurücktreten müssen", sagt Vorsitzender Hans-Joachim Reich, CDU-Ratsherr aus Grimlinghausen, der zwei Jahre bei New York lebte, wo seine Ehefrau,   Dr. Doris Kurscheid-Reich, einen Forschungsauftrag an  der Universität Yale bekam. Sie gehört dem Vorstand der Amerika-Freude ebenso an wie der stellvertretende Vorsitzende Willie Löffler, der für die Firma
Jagenberg "kreuz und quer" durch die Staaten gereist ist.

 Reichs Pendant aus dem Stadtparlament, Rolf-Ingo Stolz (SPD), komplettiert das Führungsgremium ebenso wie Leon Sztabelski, Chef des Holiday Inn, wo das erste Barbecue in Szene ging. "150 Besucher und gleich 25  neue Mitglieder", freut sich die inzwischen 60-köpfige
> Gesellschaft, die das Fußball-Länderspiel Deutschland-USA gemeinsam auf der Großleinwand verfolgte. Was noch fehlt zum  deutsch-amerikanischen Glück, ist ein Standbein in Saint-Paul. "Wenn es dies  einmal gibt, dann sind wir ein wichtiges Stück weiter",
heit es - nämlich ein Stück weiter auf dem Weg,  Menschen zu verbinden. Das soll sich nicht in der Begleitung von US-Gästen beim Neusser Schützenfest erschöpfen, sondern vor allem in der Unterstützung von Schülerkontakten manifestieren.

"Bei Gymnasiasten ist ein Austausch gang und gäbe, aber warum sollte nicht einmal ein begabter Klasse- 10- Hauptschüler aus einer finanziell schwächer gestellten  Familie für ein paar Wochen in die USA reisen können?", fragt Reich, selbst Rektor der Barbaraschule. Die Liste    der Hilfe könne etwa von der Vorbereitung auf den  Besuch bis zur Finanzierung des Fluges reichen. Die Deutsch-Amerikaner laufen mit ihren Vorhaben offene Türen ein. Die Unterstützung aus dem Rathaus ist groß, auch  beim "Stadtgespräch" mit dem Bundestagsabgeordneten
Gröhe und US-Generalkonsul Harris gab es Rückenwind für die Idee, die Gemeinsamkeiten zu fördern.
Bei der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin zeigte  sich selbst Minnesotas Gouverneur Jesse Ventura am Neuss-Stand erfreut übers Engagement der Rheinänder. Reichs Fazit: "Die Akzeptanz ist da, jetzt müssen wir   etwas draus machen."

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Neuss Grevenbroicher Zeitung 19. April 2002

Fotowettbewerb Neuss/Saint Paul


Das eigene Leben näher bringen


Ein Besuch der Alten Post war angesagt. Dachten jedenfalls die Mitglieder der Delegation aus dem amerikanischen Saint Paul. Doch was Thomas Brandt, Leiter des Kulturzentrums, und Hans-Joachim Reich von der Neusser Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft ihnen dann vorsetzte, sorgte für Überraschung.

Und die nahm in den Köpfen der Amerikaner gleich so viel Platz ein, dass man zu einer ausführlichen Besichtigung der Kulturforums gar nicht mehr gekommen ist. Brandt und Reich wollen einen Fotowettbewerb starten. Mit dem Thema "24 Stunden in Neuss" - parallel dazu "24 Stunden in Saint Paul" - und Aufnahmen von Offiziellen wie Privatleuten, die ihr ganz persönliches Motiv aus ihrer Heimatstadt auswählen.

Reich konnte auch sehr gut deutlich machen, welche Vorteile eine derartige gemeinsame Aktion haben könnte: "Unsere französische Partnerstadt können wir mit einer Drei-Stunden -Fahrt erreichen, doch nach Amerika ist es ein weiter Weg, so dass es hier auch zu einem geringen Austausch unter den Menschen kommt. Mit diesen Ausstellungen würde man jeweils das eigene Leben der anderen Stadt ein bisschen näher bringen."

Denn nach Brandts und Reichs Vorstellung soll die Schau 2003 zunächst in Neuss gezeigt werden, aber mit den Fotos aus Saint Paul, und später dann über den Atlantik in die Partnerstadt wandern. Idealerweise kann man dabei Strecken von Fotos aufstellen, die zum gleichen Zeitpunkt oder am gleichen Tag aufgenommen wurden - in Saint Paul und in Neuss. Die Idee fiel bei den Amerikanern sofort auf fruchtbaren Boden.

Zwar gibt es in Saint Paul keine vergleichbare Institution wie die Alte Post, aber ein "College of visual arts", und jeder war sich sicher, in der Heimatstadt genug Ansprechpartner zu finden, die das gemeinsame Projekt unterstützen werden. Die Neusser haben schon jetzt die NGZ im Rücken, unsere Zeitung wird das Projekt begleiten und kontinuierlich über dessen Werdegang berichten.

Um das Spektrum möglichst groß zu halten, werden für den Fotowettbewerb keine Motive oder Kategorien vorgegeben. Das fünfjährige Kind kann so begeistert zu einer Einmal-Kamera greifen wie der Profi zu seinem Digitalgerät. Einer Jury wird später die schwere Aufgabe zufallen, aus den Einsendungen auszuwählen. "Mir ist es wichtig", sagt Thomas Brandt, "dass jeder sein Foto von Neuss/Saint Paul aussucht" - und läste damit reihum heftiges Kopfnicken aus.
hbm

Quelle: http://www.ngz-online.de/ngz/news/neusserfeuilleton/2002-0419/fotowettbewerb.html
 

Business-Breakfast im Zeughaus

Partner, die sich brauchen

 

Von Frank Kirschstein

Gute Kontakte sind Gold wert - im Wirtschaftsleben zahlt sich diese Weisheit in barer Münze aus. Die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Neuss unter Vorsitz von Hans-Joachim Reich arbeitet daran, solche in jeder Hinsicht profitablen Beziehungen auch über den Atlantik aufzubauen und zu pflegen. Ein Instrument: das "Neusser-Business-Breakfast".

Im Zeughaus trafen sich am Mittwoch Vertreter deutscher und amerikanischer Unternehmen, Politiker und Verwaltungskräfte zum Erfahrungsaustausch. Nach der Auftaktveranstaltung der Vortragsreihe im vergangenen Jahr beim Pharmaunternehmen Janssen-Cilag war am Mittwoch die Stadt Neuss Gastgeber. Das Programm allerdings wurde kurzfristig geändert: Die Begrüßung und ein Vortrag über die "Internationalität der Stadt Neuss am Beispiel amerikanischer Unternehmen" fielen aus.

Bürgermeister Herbert Napp und Wirtschaftsdezernent Ulrich Janssen hatten sich krank gemeldet. Erster Beigeordneter Peter Söhngen und IHK-Geschäftsführer Georg B. Ficke sprangen ein und konnten mit George W. Knowles, US-Generalkonsul aus Düsseldorf, einen ganz besonderen Gast begrüßen. Erst seit kurzer Zeit im Amt, fühlte sich Knowles in Neuss bereits "wie unter alten Freunden".

Der Generalkonsul zeigte sich begeistert angesichts des hohen Interesses der Neusser Wirtschaft an Kontakten mit den Vereinigten Staaten, abzulesen vor allem an der vom 3M-Konzern unterstützten Städtepartnerschaft mit St. Paul in Minnessota. Auch die Internationale Schule am Rhein (ISR) hob Knowles hervor, eine Einrichtung, die auch Ficke als Standortfaktor erster Klasse bezeichnete.

Nicht nur die ISR, auch viele andere Faktoren, so Söhngen, sprächen im globalen Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte für Neuss. Entscheidend sei vor allem die Infrastruktur mit den hervorragenden Verbindungen auf der Straße, im Schienen-, Schiffs- und Flugverkehr sowie die zentrale Lage zwischen den Metropolen Düsseldorf und Köln. Viele internationale Unternehmen hätten die Neusser Standortvorteile bereits erkannt - und würden damit selbst zum Argument für die Wirtschaftsförderung, wenn es um die Ansiedlung neuer Firmen gehe.

"Europa und die USA brauchen sich mehr denn je als Partner", Söhngen erklärte dies nicht nur mit Blick auf die Folgen der Terroranschläge des 11. September 2001 in New York und Washington, sondern auch vor dem Hintergrund des Krieges im Irak. "Es gehört zu einer Partnerschaft, Freude, aber auch Leid zu teilen", so der Erste Beigeordnete. Die Freunde in den USA könnten darauf vertrauen, dass ihre Partner in Neuss gemeinsame Ziele und Grundüberzeugungen vertreten.

Gerade die Städtepartnerschaft zwischen Neuss und St. Paul sei auch für die Wirtschaftskontakte von großer Bedeutung: "Sie gibt in einer Zeit der rasant zunehmenden Globalisierung einen örtlichen Bezug." Dabei, so betonte Ficke, müssten sich die handelnden jedoch davon frei machen, nur in den Grenzen einer Stadt zu denken. Der Rhein dürfe keine unüberwindliche Grenze bleiben, sagte der IHK-Geschäftsführer. Es müsse ja nicht gleich ein Stadt-Umlandverband gebildet werden, wie ihn der Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin ins Gespräch gebracht habe.


 

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